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Eine Bäuerin zeigt, wie´s geht

Maria Reichhalter Prader

„Wir Bäuerinnen haben fachkundiges Wissen in vielen Bereichen. Wir müssen uns nur trauen, dieses professionell weiterzugeben!“ Maria Reichhalter Prader sitzt am Küchentisch auf ihrem Bauernhof in Albions, einer kleiner Fraktion von Lajen am Eingang des Grödner Tales. Vor ihr die mittlerweile vier Kochbücher, die sie verfasst hat. Darin überlieferte Rezepte von Südtiroler Bäuerinnen – bodenständige Gerichte der Region, angepasst an die heutige Zeit. Und auf einem kleinen Teller einen selbst gebackenen Marmorkuchen. „Sahne statt Butter macht ihn so locker“, verrät sie und schenkt einen hausgemachten Preiselbeersaft ein. Seit nunmehr drei Jahrzehnten bewirtschaftet Maria Reichhalter Prader, Jahrgang 1954, mit ihrem Mann Luis den Wieshof in Albions, einem idyllischen Ortsteil von Lajen am Eingang des Grödner Tales. Aus einer Ruine erbauten sie einen schmucken Hof und zwei Ferienwohnungen, umgeben von Wald und Garten. Zwei Kinder zogen sie hier groß, nun spielen die beiden Enkel Matthias und Julia auf der Wiese. Im Stall stehen Mutterkühe und vier Pferde, „zwei davon gehören uns, zwei haben wir in Pflege.

Maria Reichhalter Prader ist als jüngste von sieben Kindern auf einem entlegenen Hof in Lajen aufgewachsen. Das Kochen und Backen gehörte immer schon zu ihrem Leben. Ausgebildete Konditorin ist sie, und arbeitete als Köchin in einem Kindergarten. Als ihre Kinder aus dem Haus waren, wollte sie ihr erworbenes Wissen nicht verkümmern lassen. Während einer zweijährigen Ausbildung der Südtiroler Bäuerinnenorganisation lernte sie, ihr Können weiterzugeben, ihr Hobby zum Nebenberuf zu machen. Und dies gelingt. Marias Koch- und Backkurse beispielsweise sind stets ein Renner: Frauen und Männer jeglichen Alters sind begierig darauf von Maria zu lernen, wie traditionelle Serviettenknödel, Topfennocken oder Nussbrot zuzubereiten sind. „Wir Bäuerinnen leben das, was wir weitergeben. Und wir sind alltagspraktisch“, erklärt sie sich den Erfolg.

Engagiert, kompetent, vielseitig, innovativ  – das Bild der Bäuerin hat sich gewandelt, bestätigt die Powerfrau. „Wir haben uns ein hohes Ansehen erarbeitet“, so Maria Prader. Managerin, Produzentin, Entwicklerin war die Bäuerin am Hof ja immer schon, bloß fehlte oftmals die Anerkennung dafür. Nun gehen die Frauen vermehrt nach außen und zeigen, was sie leisten und können. Sicher, vom Bauernhof an die Öffentlichkeit zu treten, fällt nicht jeder leicht. Auch Maria Prader war sich zunächst unsicher, „aber wenn ich was will, dann kann ich das auch!“. Und außerdem: Fehler machen gehöre dazu. Das würde sie auch jedem ihrer Teilnehmer sagen, wenn beim Kochen etwas schief läuft: „Wenn immer alles klappt, entwickelt man sich schließlich nicht weiter.“

 Fotos (c) SBO
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