Sicher unterwegs auf der Plose
Mit dem Pilotprojekt „Sicherer Skilauf“ beweist die Bergbahngesellschaft des Skigebietes Plose und deren Partner, dass ihnen die Sicherheit ihrer Gäste am Herzen liegt. In ein- oder mehrtägigen Kursen werden allen Interessierten in spielerischer Weise wichtige Tipps für das richtige Verhalten auf der Skipiste gegeben. Auf Skiern oder Snowboard die Piste hinunter flitzen, jede einzelne Welle in den Füßen und den Fahrtwind in den Haaren spüren – das ist Skispaß pur. Viele Skifahrer beschreiben dieses Gefühl als „absolute Freiheit“. Allerdings unterschätzen vor allem jugendliche Skisportler oftmals die Geschwindigkeit und das entsprechende Risiko. Manchmal – Gott sei Dank verhältnismäßig selten – führt dies zu Unfällen, die auch böse ausgehen können.
Mit Spaß viel lernen
Das Skigebiet Plose hat in diesem Bereich Handlungsbedarf entdeckt und organisiert auch im heurigen Winter ein- oder mehrtägige Sonderkurse, die sich ausschließlich auf das Thema Sicherheit konzentrieren. „Wir wollen den Skifahrern vermitteln, dass es wichtig ist, wenn sie sich auf der Piste verantwortungsbewusst bewegen“, sagt Messner, der dieses Projekt leitet. Dies geschieht allerdings nicht mit dem erhobenen Zeigefinger, sondern „mit sehr viel Spaß. Wir wollen einen Tag lang gemeinsam mit den Leuten Spaß haben, und am Abend sollen sie dann gelernt haben, welche Fehler sie auf der Piste nicht machen dürfen“.
In einem abgesperrten Bereich auf der Plose wird ein 300 Meter langer und etwa 60 Meter breiter Übungshang gestaltet, in dem sich die Skifahrer auf die verschiedenen Situationen optimal vorbereiten können. „Erstmals hat der Skifahrer die Gelegenheit zu testen, wie sicher er sich auf den Pisten bewegt“, erklärt Messner. Der Übungshang hat drei Sektoren: Im ersten werden die verschiedenen Schneearten und im zweiten die Pistenarten simuliert. Im dritten Sektor geht es um die Geschwindigkeit.
Schneearten…
„Verschiedene Schneearten erfordern auch verschiedene Fahrweisen“, erklärt Messner den ersten Sektor. Ob Kunstschnee, Naturschnee, Pulverschnee oder Eispiste – der Skifahrer muss lernen, die Schneearten, die sich innerhalb weniger Meter verändern können, vorauszusehen. Bei unruhigem Schnee ist es zum Beispiel schwieriger, lang gezogene Bögen zu fahren, und außerdem verändert sich der Bremsweg erheblich.
… Pistenarten…
Im zweiten Sektor werden Engstellen simuliert, und der Skifahrer lernt, auf Hindernisse optimal zu reagieren. Vor allem aber lernt er, mit einer gewissen Vorausschau zu fahren: Vor dem Start wird der nächste Hang inspiziert, die Fahrspur definiert und eventuell notwendige Haltepunkte ausgemacht. In unübersichtlichen Stellen werden Hindernisse aus weichem Material aufgestellt. „Wir beobachten, ob die Skifahrer richtig reagieren, und geben dann Tipps“, erklärt Messner.
… und Geschwindigkeit
Die Geschwindigkeit ist für die Sicherheit ein eminent wichtiges Thema, weshalb sich der dritte Sektor des Sicherheitsparcours ausschließlich mit diesem Thema beschäftigt. „Auf einer Hanglänge von 120 Metern wird die Geschwindigkeit gemessen; der Skifahrer fährt das Gelände ab und muss danach schätzen, wie schnell er war. Meist verschätzt er sich gewaltig“, sagt Messner. Nur wenn man aber weiß, wie schnell man effektiv unterwegs ist, kann man auch den Bremsweg einschätzen.
Ist das Projekt „Sicherer Skilauf“ aber auch für Anfänger geeignet? „Eigentlich nicht“, erklärt Helmuth Messner, „denn ein Anfänger ist meist sehr unsicher und fährt sowieso langsam und vorsichtig“. Viel mehr seien die Fortgeschrittenen als Zielgruppe definiert worden, die sich „manchmal zu sicher fühlen auf ihren Brettern“.
Helm gehört dazu
Zum „Sicheren Skilauf“ gehört allerdings auch das richtige Material. „Ein Helm sollte heute genauso zur selbstverständlichen Ausrüstung gehören wie Handschuhe und Brille“, erklärt Messner. Heute, so Messner, würden viele sogar einen Rückenschutz tragen.
Wer Lust hat, sich selbst in spielerischer Weise zu testen und viel zum Thema Sicherheit auf den Pisten zu lernen, der meldet sich am besten im Büro der Neuen Plose AG an der Talstation in St. Andrä an. Treffpunkt ist dann um 9.30 Uhr an der Talstation, wo das Tagesprogramm besprochen und im Rahmen eines gemeinsamen Umtrunks in aller Kürze Theorie gepaukt wird. Danach geht es für etwa fünf Stunden auf die Piste. Zwischendurch wird zu reduzierten Preisen ein gemeinsames Mittagessen eingenommen. Es gibt keine Altersbeschränkungen.
Information und Anmeldung:Neue Plose AG
Helmut Messner
Tel. +39 0472 200 433
Tel. +39 348 402 97 59
info@plose.org www.plose.org