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Finden Sie Ihren Weg im Eisacktal
Südtiroler ApfelSeit Juli 2005 tragen 11 Apfelsorten, die unter der Marke Südtiroler Apfel geführt werden, die EU-Ursprungsbezeichnung g.g.A (geografisch geschützte Angabe).

Apfelgeschichte(n)

„An apple a day keeps the doctor away“

"Ein Apfel am Tag hält den Doktor fern" besagt ein altes englisches Sprichwort und weist somit auf die gesunden Eigenschaften dieser Frucht hin, die den Organismus mit viel Vitamin C und Mineralstoffen versorgt. Äpfel sind echte Fitmacher und ein unwiderstehlicher Pausensnack.

Die Wiege des „malus domestica“ liegt wahrscheinlich zwischen Euphrat und Tigris, genauere Dokumentationen darüber gibt es aber nicht. Im 3. Jahrtausend v. Chr. dürften die Pharaonen den Apfel jedoch nachweislich als Proviant mit in ihre Pyramiden genommen haben.

Vom Holzapfel zum Tafelobst
In Europa gab es bis um 1800 v. Chr. nur den ungenießbaren wild wachsenden Holzapfel. Die Menschen begannen schließlich, ihn zu veredeln, und bereits um 75 n. Chr. war der Apfel für die Römer ein edles Tafelobst, von dem es mittlerweile auch schon einige Sorten gab. Erstmals urkundlich erwähnt wird der Obstanbau ca. 800 n. Chr. zur Zeit Karls des Großen. Anfangs besaßen lediglich die Klöster weitläufige Obstgärten, doch schon im 13. Jahrhundert standen die Bäumchen und Bäume auch rund um Burgen und Siedlungen.

In Südtirol ernteten die Obstbauern bereits im 15. Jahrhundert genug Obst, um mit den Nachbarn ins Geschäft zu kommen. Als im Jahre 1406 die Grafen von Tirol ihre Residenz von Schloss Tirol bei Meran nach Innsbruck verlegten, setzte neben dem Weinexport auch ein bescheidener Obstexport über den Brenner ein. Mit Pferden und Karren gelangte das Obst nach Innsbruck und von dort über den Inn und die Donau bis nach Wien, wo, wie die Chronik berichtet, „Mädchen in schmucker Tracht das Obst an wohlhabende Bürger und Adelige verkauften.“ Der Apfel war damals ein relativ teures Genussmittel.

Aufschwung durch den Apfel
Bis zum 19. Jahrhundert herrschten in Südtirol die Viehwirtschaft und der Ackerbau vor. Landwirtschaftlich genutzt werden konnten damals nur die Hügel und Hanglagen, da die Tallagen vor allem im Etschtal häufig noch Sumpf- und Moorgebiet waren. Nach der Entsumpfung weiter Talböden zwischen Meran und Salurn setzte schließlich der Aufschwung im Obstbau ein. Später gesellte sich auch das Eisacktal bis zur Anbaugrenze um Natz-Schabs dazu.

Mit der Eröffnung der k.u.k.-Landwirtschaftsschule in San Michele an der Etsch im Jahre 1874 ergab sich für viele Bauernsöhne die Möglichkeit der fachlichen Ausbildung. Der Großteil der Praktiker besuchte jedoch die einjährige Landwirtschaftsschule für Obst- und Weinbau, die bis 1961 ihren Sitz im Kloster Muri Gries in Bozen hatte. Seit 1962 wird diese Ausbildung als zweijähriger Lehrgang in der Obst- und Weinbauschule der Laimburg fortgeführt. Im Jahre 1980 wurde zusätzlich die landwirtschaftliche Oberschule in Auer gegründet.

Bitte beachten Sie: Zahlreiche Wanderwege führen durch Obstanlagen und Kastanienhaine des Eisacktales. Sammeln und pflücken Sie bitte kein Obst, Kastanien oder Nüsse (auch nicht vom Boden). Respektieren Sie bitte, dass dies die Existenzgrundlage unserer Bauern ist. Dem Wanderer die Landschaft, dem Bauern die Ernte!
Südtiroler ApfelWussten Sie, dass jeder zehnte in Europa produzierte Apfel aus Südtirol stammt?

Wussten Sie, ...

... dass Südtirol durch den Übergang vom mediterranen zum mitteleuropäisch-kontinentalen Klima ideale Voraussetzungen für den Obstanbau hat wie kaum ein anderes Land in Europa?
... dass Südtirol mit einer Anbaufläche von circa 18.000 Hektar das größte geschlossene Obstanbaugebiet Europas ist?
... dass der Obstanbau die Existenzgrundlage für rund 8.000 Südtiroler Familien ist?
... dass Südtirol 30 Prozent der italienischen und 11 Prozent der europäischen Apfelernte stellt?
... dass in Südtirol jährlich im Schnitt an die 900.000 Tonnen Äpfel produziert werden?
... dass rund die Hälfte der Apfelernte exportiert wird und etwa 70 Prozent davon nach Deutschland gehen?
...dass es im Eisacktal ein Apfelhochplateau gibt?
...dass im Eisacktal dem Apfel ein Weg gewidmet wurde?
Eisacktal Marketing KGmbH, Großer Graben 26A, I-39042 Brixen (BZ), Südtirol
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